Was eigentlich macht Angebote attraktiv für Menschen, die als Avatare unterwegs sind?
Nach mehreren Monaten Erforschung von SL hat sich die erste Faszination etwas gelegt, ich habe viele Erfahrungen gesammelt und ich mache mir Gedanken darüber, was eine virtuelle Welt wie SL - mal abgesehen vom Hype - wirklich zu zu bieten hat und für wen es langfristig eine interessante und lohnende Plattform werden könnte. Ich betrachte dabei SL nicht nur aus der Perspektive des Unterhaltungssuchenden, sondern auch mit den Augen eines Anbieters, der seine Produkte oder sein Thema vermitteln möchte.
Verkörperte Götter - mit begrenzten Möglichkeiten
Avatar zu sein, hat viele Vorteile gegenüber dem echten Leben, denken wir nur das Fliegen und Teleportieren, das problemlose Unterhalten bei lauter Musik, die Fähigkeit tanzen oder meditieren zu können, während man sich in Ruhe umsieht. Schon spannend, in den Profilen der Anwesenden zu stöbern und, vor allem anhand der Mitgliedschft in bestimmten Gruppen, eine Idee zu entwickeln, wen man da vor sich hat.
Und die Freiheit von lästigen Begleiterscheinungen des realen Lebens wie unperfektem und schwer veränderlichen Aussehen, Schwitzen, Hängen bleiben mit den Absätzen, oder Schmerz beim Hinfallen und Anrempeln ist auch nicht zu verachten.
Mögen wir in SL vom Namen her auch verkörperte Götter sein ("Avatar" aus dem Sanskrit: inkarnierter Gott) und uns in spektakulärem Outfit präsentieren, so können wir bisher weder unsere Finger, Hände, Arme oder Beine willkürlich benutzen, etwas anfassen, noch so etwas wie Körpergefühle empfinden. Genau genommen können wir ja nur unsere Blick- Lauf- und Flugrichtung steuern und vorgefertigte Bewegungen ausführen, die uns die Objekte unserer Umgebung oder unser Animationsinventar erlauben.
Viele Dinge, die uns in menschlicher Form die meiste Freude bereiten, sind in dieser anderen Welt merkwürdig inhalts- und damit auch weitgehend genuss-leer. Als da wären: Essen und Trinken. Körperliche Nähe und Schmusen als Körpererfahrung, Lust an der Bewegung, Sex (obwohl besonders darum in den Medien so viel Aufhebens gemacht wird), oder - Autofahren ;-).
Viel solcher Handlungen prkatizieren wir weiterhin, aber in eher symbolischer Form. Lade ich etwa einen Gast zum Tee ein, signalisiere ich damit eben auch, daß ich mir gern etwas Zeit für ein gemeinsames Gespräch nehmen möchte. Manche parken auch in SL ihren Mercedes oder Ferrari vor der Disko - hier ein eher hilfloser Versuch der Steigerung der eigenen Attraktivität.
Was an körperlichem Erleben bleibt - und das ist eine Menge vor dem Hintergrund bisher gewohnter Computernutzung - sind die ausgelösten Emotionen, die das virtuell Erlebte in uns zum Schwingen bringt. Ein guter Teil der Faszination von SL ist eine neue Qualität des Erlebens des Menschen hinter dem dem Rechner. Immersion nennen es manche, das Hineingezogenwerden, der gleiche Effekt, der im Kino Mitzuschauer, Chiptütengeraschel, Raum und Leinwand bereits nach den ersten Minuten des Films bewusstseinsmäßig praktisch verschwinden lässt.
Eine neue Qualität - Identifikation
Was meine ich genau mit "neuer Qualität"? Virtuelle Welten geben uns zusätzliche Qualitäten der Wahrnehmung, von denen die wichtigste ein "Körper" im "dortigen" Raum ist, der vor allem deshalb unglaublich schnell zum "eigenen" wird, weil er dem eigenen Willen gehorcht. Unterstützend für den einsetzenden Identifikationsprozess ist der zur Bewegung passende visuelle Input. Es macht dabei wenig aus, wenn die Grafik nur Comicqualität, hat, diese Funktion des willentlichen Steuerns sorgt bereits für das Anspringen der in unserem Wahrnehmungsapparat evolutionär entstandenen "Identifikations- und Navigationsmodule", und erzeugt erstaunlich zuverlässig eine "Ich handle in diesem Raum"-Illusion.
(Was natürlich interessante Fragen aufwerfen könnte, wie es um die Wirklichkeit der normalen Lebenswahrnehmung bestellt ist. Ob z.B. unsere Alltagswahrnehmung ggf. auch eine Illusion sei, wie es die Buddhisten vertreten. Warum die Evolution uns mit so etwas ausgestattet hat und ob das spezifisch menschlich sei. Das ist aber ein anderes Thema.)
Bisher war Computernutzung immer mit der Erfahrung verbunden, vor dem Bildschirm zu sitzen, mithilfe von Programmen zu arbeiten oder Internetseiten zu betrachten. Das Hineingezogenwerden hat grundsätzlich mit der Faszination und Idenifikation durch interessante Inhalte zu tun - jeder kennt den Effekt vom Lesen von guten Büchern. Die Erfahrung, ein "handelnder Körper im Raum" zu sein, sorgt aufgrund unserer biologischen "Soft- und Hardware" noch auf viel tieferen Ebenen für das Gefühl der Identität - die faszinierendste Erfahrung sind doch - wir selbst!
Was kann ein Avatar geniessen?
In SL unterwegs zu sein kann - wegen dieser Identifikation mit dem virtuellen Selbst - dem, der vor dem Rechner sitzt wirklich(!) Spass machen. Wirklich meint hier, dass echte Emotionen körperlich & seelisch erlebt werden. Auf Entdeckungsreise gehen, Plätze oder schöne Kleider entdecken. "Dinge", die man begehrenswert findet, kaufen und "besitzen". Flirten mit Netz und doppeltem Boden. Globetrotter sein, Leute aus aller Herren Länder kennen lernen. Abenteuerliche Rollen spielen. Kreationen anderer bewundern. Schöne Landschaften einfach still geniessen.
Oder: kreativ sein und Dinge aus den eigenen Träumen und Phantasien erschaffen, um sie mit anderen teilen zu können. Jeder ist in SL also ein potentieller Designer und Architekt? Tatsächlich, wenn man bedenkt, dass in SL alles Existierende von seinen Bewohnern gestaltet wurde, kann man über das sich entfaltende, kollektive kreative Potential seiner Mitmenschen nur staunen. Zwar ist es immer noch nur ein kleiner Teil der Bewohner, die so schöpferisch sind, aber mit Sicherheit ist das Verhältnis von Kreateuren und Verbrauchern um Größenordnungen besser als in unserer alltäglichen, durchindustrialisierten Wirklichkeit.
Konsumieren oder Gestalten?
In allen bekannten Medien erzeugt ein Illusions-Fachmann (Autor, Regisseur etc.) die dargestellte Welt, die handelnden Personen und deren Interaktion. Wenn ich ein Buch lese, schmücke ich zwar beim Lesen die Beschreibungen mit meinen eigenen Phantasien aus, aber der Handlungsfaden bleibt davon unberührt. Bisherige Medien sind beliebig unterbrechbar, ein Buch kann ich an jeder Stelle zuschlagen, um es morgen weiterzulesen, einen Film - zumindest als Video - jederzeit anhalten. Das geht nur, weil die Handlung vorbestimmt und vorformuliert ist. Der Ausgang der spannendsten Geschickt liegt bereits geduldig zwischen den Buchdeckeln.
Ein Erlebnis in SL dagegen ist echter, unmittelbarer, unkalkulierbarer, es ist immer "jetzt", meine (Nicht-)Reaktionen beeinflussen direkt das Geschehen. Spannend, aber auch anspruchsvoll! Interessant - und irritierend - zu erleben, dass die meistgefragten Fragen vieler Einsteiger sind "Und was soll ich hier jetzt machen?" und "Wo kann ich hier Geld verdienen? Sind wir so gewohnt, (gegen Geld) von Unterhaltungs-Anbietern an der Hand genommen zu werden und perfekte, vorgefertigte Träume geboten zu kommen, dass wir uns erstmal ganz verloren vorkommen in einer Welt, in der alles frei und gestaltbar ist? Wo ist hier der Knopf auf der Fernbedienung, der den Strom der Bilder startet, die mir Freude bereiten sollen?
Hilflos im Paradies?
Avatar-Sein kommt eigentlich einem paradiesischen Seinszustand ziemlich nahe: keiner leidet Hunger oder Durst, Körper und Welt sind geschenkt, man ist nahezu unverletzbar, man kann (fast) überall kostenlos hingehen oder hinfliegen. Es gibt kaum soziale Hierarchien. Man braucht kein Haus oder Bett, kann nicht nass werden oder frieren. Die Hauptgründe, die uns in der echten Welt dazu zwingen, den bei weitem größten Teil unseres Lebens mit (meist ungeliebter) Arbeit zu verbringen, fallen einfach weg!
Liegt der seltsam starke Drang, in der Traumwelt als erstes Geld mal zu verdienen daran, dass es für uns eine instinktive, tief eingeschliffene Grundvoraussetzung für soziale Teilhabe und Anerkennung geworden ist? Sind wir so aus der Übung, aus kreativem gemeinsamen Handeln und unserem einfachen Sein (siehe Fromms "Haben und Sein") heraus Freude zu ziehen, dass wir im Paradies nicht wissen, wo anfangen?
Wo etwas los ist ...
Welche Plätze im existierenden SL sind nun wirklich belebt und lebendig? Zuerst sind es die Tanzflächen, es ist kein Zufall, dass fast jeder SIM eine oder mehrere zu bieten hat. Tanzen ist in SL leicht, weil wir alle schön sind, und der Tanzball für die (im echten Leben manchmal herausfordernde) elegante Bewegung sorgt, die Musik für die Stimmung. Sogar das Reden ist hier optional. Im schlimmsten Fall kann man, wenn alles schief geht, schnell und spurlos verschwinden. Es ist leicht und spielerisch, hier Kontakte zu knüpfen, zu sehen und gesehen zu werden. Tanzen ist eine der einfachsten Formen gemeinsam kreativ zu sein, und es hat etwas prickelndes, weil wir hinter den tanzenden Masken echte Personen wissen, die wahrnehmen, fühlen und reagieren. Musik als fliessende Emotion, (möglicher) Kontakt, visuelle Erotik und das spannende Gefühl des Gesehenwerdens sind Attraktionen, die uns gern vor Bildschirm und Tastatur verweilen lassen.
Fast alle Plätze dagegen, die mit grossem Mediengetöse a la "Firma XY hat jetzt auch eine fazinierende Präsenz in SL" eröffnet werden, entwickeln sich in Windeseile zu leblosen Museen, in denen man sich einmal und nie wieder kurz die vielleicht beeindruckende, aber wenig einladende Architektur betrachtet, schnell nach ein paar Goodies Ausschau hält, sich aber schon nach wenigen Minuten eher einsam und gelangweilt fühlt. Lieber irgendwohin teleportieren, wo "was los" ist, und seien es ein paar phantasievoll herausgeputzte Tratschtanten auf einem mittelalterlichen Marktplatz oder ein gefährlich aussehender Samurai, der hinter seiner Rüstung vielleicht ganz zugänglich sein könnte?
Belebt sind auch Plätze, an denen sich Personen mit einem gemeinsamen Interesse treffen, sei es auf höherem (Literatur, Kunst, Musik, Architektur, Spiritualität oder Spendensammlungen), oder einfacherem Niveau (Casinos und Night- und Sexclubs).
Eine vor allem persönliche Welt
Es stimmt, SL ist primär eine Kommunikationsplattform, und die Gebäude, Räume und Landschaften sind insofern von Bedeutung, als sie unterstützend und inspirierend zur Kommunikation beitragen. Dazu gehört vor allem das Erzeugen von Stimmungen und das Erfahrbarmachen eines Themas, das den Besucher berührt und so animiert, zu bleiben. Die Gebäude sind nur der unterstützende Rahmen, entscheidend sind (wieder einmal) - die Inhalte und hier speziell - die Persönlichkeiten. Der Nachbau von real existierenden Städten ist zwar naheliegend, aber deshalb ohne SL-attraktive Inhalte eher eine phantasielose Sackgasse.
SL ist eine ausdrücklich persönliche Welt. Ich bin dort als selbst kreierte und meist hingebungsvoll ausgestattete Persönlichkeit unterwegs, und ich will anderen interessanten Persönlichkeiten begegnen. Jeder Avatar, den ich treffe, ist eine Repräsentation, eine Art Symbol, über deren 3D-Darstellung LindenLabs Software einen Kommunikationskanal anbietet, aber die eigentlich spannenden Inhalte liegen innerhalb der anderen Person, die durch die Maske ihres Avatars vor ihrem Rechner mit mir kommuniziert.
Das weltweite Netz in Entwicklung - die Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts
Das Web 1.0 hat uns ein weltumspannendes, verknüpftes, in täglicher Veränderung begriffenes Archiv von Dokumenten zugänglich gemacht. Ein Meer der Texte, der Bilder und in den letzten Jahren auch von Musik und Filmen. Das gemeinsame der Inhalte ist: es handelt sich um vorgefertigte, passiv konsumierbare Medien.
Das aktuell boomende Web 2.0 ergänzt das durch einen Feedback- und Austauschkanal. Wir stellen selbst unsere Inhalte ins Netz und verknüpfen sie per Link mit anderen Inhalten, die ein verwandtes Thema haben. Es entstehen lebendige, engagierte Interessensgemeinschaften um Themen herum.
Virtuelle Welten als das mögliche Web 3.0 geben uns als weitere Qualität Raum, Zeit und das Erleben "Selbst dort zu sein": Wir teilen den gleichen Raum zur gleichen Zeit, agieren und kreieren im gemeinsamen "virtuellen Raum". Wir können erstmals - digital vermittelt - etwas wie Emotion und Persönlichkeit unmittelbar ausdrücken und teilen. Im Jetzt, aber unabhängig vom physischen Aufenthaltsort.
Wenn ich diese Entwicklung auf mich wirken lasse, halte ich die These, das etwas wie SL die Zukunft des Internet sein könnte, für recht wahrscheinlich. Menschen lieben nun mal den persönlichen Austausch mit anderen Menschen.
Den hat uns die Digitalisierung und Automatisierung in letzten Jahren zunehmend genommen, man denke nur an die herausragende Beliebtheit von modernen Services wie Callcentern und verschiedenen automatisierten Dienstleistungen wie, sagen wir Fahrkartenautomaten. Oder den zunehmenen Fernsehkonsum bei ständig sinkender inhaltlicher Qualität.
Deshalb scheint es mir auf der Hand zu liegen, dass der Erfolgsfaktor in der Kombination von Web 2 und 3 liegt - also persönliche Begegnungsqualität plus reiche, ständig aktuelle, kollektiv geschaffene Inhalte.
Lohnender Ansatzpunkt: die Integration von Web 2 und 3
Hier weist das SL von heute noch große Defizite für eine stimmige Umsetzung auf, weil die bereits weit entwickelten Inhalte und Techniken des Web 2 (auf Datenbanken basierende Foren, Blogs, Bilder, Text und Videoportale) bisher nur sehr umständlich und langsam verknüpfbar sind mit der 3D-Welt. Performantes "HTML on a Prim" scheint mir daher eine der "Killerapplications", zu sein um die Begegnungsmöglichkeiten des Web 3 mit gemeinsam erlebbaren, individualisierbaren Inhalten des Web 2 zu kombinieren. Genau an dieser Stelle sollte Entwicklung ansetzen für die Kreativen, die in SL eine einmalige Chance sehen, für Ihr Thema eine lebendige, inhaltsreiche und deshalb langfristig attraktive Community aufzubauen. Es geht um eine gelungene Integration der verschiedenen Web-Techniken, die die verschiedenen Potentiale geschickt zusammenführt und deren Benutzung einfach und intuitiv macht.
Auf der nicht-technischen Ebene geht es um ein neues Verständnis, dass das weltweite Netz der Zukunft nicht allein auf der Leistung von Servern und Scripten basieren wird, sondern die Präsenz echter Menschen mit virtueller Kompetenz der entscheidende Erfolgsfaktor sein wird. Das wäre doch eine gute Nachricht für eine zukünftige Gesellschaft!
HerbstSternWind Jun, 26.5.2007
Sonntag, 27. Mai 2007
Aliens Resumee der menschlichen Zivilisation
Gerade finde ich in der aktuellen Ausgabe von "Spektrum" eine köstliche Zusammenfassung der menschlichen Zivilisation, entstanden aus einem Wettbewerb zum Thema: welche 160-Zeichen-SMS würde ein Außerirdischer nach der Landung auf der Erde wohl nach Hause senden? Am besten gefällt mir:
"Parallele Evolution von Intelligenz. Eine auf Kohlenstoffbasis, die andere auf Siliziumbasis. Kohlenstoffform ist ist von der Siliziumform domestiziert, um sie mit dem Nötigsten zu versorgen."
Lassen wir es nicht dazu kommen ;-)
"Parallele Evolution von Intelligenz. Eine auf Kohlenstoffbasis, die andere auf Siliziumbasis. Kohlenstoffform ist ist von der Siliziumform domestiziert, um sie mit dem Nötigsten zu versorgen."
Lassen wir es nicht dazu kommen ;-)
Samstag, 26. Mai 2007
Das seltsame Gefühl des tatsächlich "Dort-Seins"
Es ist wunderbar, auf unserer Baumhausterasse zu sitzen, die Vögel zu hören, die Segelschiffe in der Bucht in der Ferne zu sehen.Ein echtes Gefühl von Zuhause, letztlich vermittelt durch eine geschickt angeordnete Sequenz von digitalen Stromstößen durch mein häusliches DSL- Kupferkabel. Stehend auf den Schultern von seit Jahrzehnten mit viel Engagement entwickelter Digitaltechnik und einem kreativen Geist aus der kalifornischen Ideenschmiede. Ein "Haus", eine "Terrasse", eine "Landschaft" die in gemeinsamer Kreation von anderen und mir in digitalen "Worten" in eine erlebbare Form gebracht wurde. Jetzt kann sie geteilt werden. Die Tasse Tee steht schon für einen Besucher bereit.
Ja, ich staune immer noch! Es braucht nicht viel, um uns Menschen das Gefühl einer Welt und unseres Existierens dort zu vermitteln. Etwas zu sehen, etwas zu hören, ein Körper, der unserem Willen gehorcht. Und schon springt unser innerer, eingebauter "Welt-Simulator" an.
Second Life ist für mich ein philosophisches Abenteuer, weil es abstrakte Konzepte über Bewusstsein, Konstruktion von Wirklichkeit und Identifikation, an denen ich seit langem herumdenke und -forsche, plötzlich experimentierbar macht.
Hallo liebe netzreisende Leser!
Die Entdeckung von Second Life geschah für mich im März 2007. Plötzlich hat sich damit etwas materialisiert, was schon seit Jahrzehnten in meinem Geist in verschiedenen Formen und Bildern als Traum und Phantasiemöglichkeit herumwanderte. Inspiriert wurde ich von meiner Zwillingsschweser Floris, die schon seit Februar in SL unterwegs war. Fasziniert stieg ich ein und erkundete die Möglichkeiten. Die technischen Begrenzungen machten mir von Anfang an wenig aus, ich liebe den Charme des Anfangs und bin gern bereit, Unvollkommenkeiten zu akzeptieren, die in jedem Entwurf zu finden sind.
Eine Skizze zeigt manchmal den Geist einer Kreation deutlicher als das perfekte Endprodukt. Was mich an SL berührt hat, ist die spürbare Haltung der Kreateure dahinter - dem SL-Bewohner die volle Gestaltungsmöglichkeit in die virtuellen Hände zu geben, ist im sonst so kommerziellen Web eine absolute Neuigkeit, die bei der Beurteilung von SL oft viel zu wenig wahrgenommen wird.
Sehr schnell war mir klar, dass ich hier mitgestalten möchte. Allerdings hat die Welt von Sl eine solche soziale und technische Komplexität, dass ich seit Monaten hauptsächlich ein Forschender und Reisender bin.
Dieser Blog soll ein Raum sein, meine Erlebnisse und Gedanken in einer kollektiv erschaffenen Traum-Welt mit allen zu teilen, die Freude daran finden. Ich selbst habe seit Beginnn des Jahres aus dem Lesen von Blogs zu SL mindestens genausoviel über die neue Welt gelernt wie aus meinen SL-Ausflügen.
Deshalb mische ich jetzt auch mit! Ich freue mich über Kommentare, Verlinkungen und Hinweise...
Euer HerbstSternWind
P.S. Ach ja, mein seltsamer Name ist schon viel älter als SL und entstammt einem Kurs in chinesischer Kalligrafie. Die Lehrerin meinte damals, es sei üblich gewesen bei den alten Kalligraphen, sich einen poetischen Künstlernamen zuzulegen. Für mich ist es ein Name, der die Erntezeit und Schönheit des Herbstes mit der Klarheit und Weite des Sternenhimmels verbindet. Der Wind ist das Luftelement in Bewegung, also der Geist im Schöpfungsprozess.
Eine Skizze zeigt manchmal den Geist einer Kreation deutlicher als das perfekte Endprodukt. Was mich an SL berührt hat, ist die spürbare Haltung der Kreateure dahinter - dem SL-Bewohner die volle Gestaltungsmöglichkeit in die virtuellen Hände zu geben, ist im sonst so kommerziellen Web eine absolute Neuigkeit, die bei der Beurteilung von SL oft viel zu wenig wahrgenommen wird.
Sehr schnell war mir klar, dass ich hier mitgestalten möchte. Allerdings hat die Welt von Sl eine solche soziale und technische Komplexität, dass ich seit Monaten hauptsächlich ein Forschender und Reisender bin.
Dieser Blog soll ein Raum sein, meine Erlebnisse und Gedanken in einer kollektiv erschaffenen Traum-Welt mit allen zu teilen, die Freude daran finden. Ich selbst habe seit Beginnn des Jahres aus dem Lesen von Blogs zu SL mindestens genausoviel über die neue Welt gelernt wie aus meinen SL-Ausflügen.
Deshalb mische ich jetzt auch mit! Ich freue mich über Kommentare, Verlinkungen und Hinweise...
Euer HerbstSternWind
P.S. Ach ja, mein seltsamer Name ist schon viel älter als SL und entstammt einem Kurs in chinesischer Kalligrafie. Die Lehrerin meinte damals, es sei üblich gewesen bei den alten Kalligraphen, sich einen poetischen Künstlernamen zuzulegen. Für mich ist es ein Name, der die Erntezeit und Schönheit des Herbstes mit der Klarheit und Weite des Sternenhimmels verbindet. Der Wind ist das Luftelement in Bewegung, also der Geist im Schöpfungsprozess.
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